Prof. Dr. Rüdiger Kiesel

Prof. Dr. Kiesel
Prof. Dr. Kiesel
  • 1962 in Aschach (Unterfranken ) geboren
  • Zuvor Direktor des Instituts für Finanzmathematik an der Universität Ulm
  • Seit dem 1. September 2009 Inhaber des Lehrstuhls „Energiehandel und Finanzdienstleistungen“ an der Universität Duisburg-Essen, Campus Essen und somit einer der Hauptverantwortlichen für den Master-Studiengang „BWL – Energiewirtschaft und Finanzwirtschaft“.

Annahme des Rufs zur Universität Essen:
„Die Möglichkeiten zur praxisrelevanten Forschung und Lehre sowie die direkte Zusammenarbeit mit Energieunternehmen wie die RWE Supply and Trading haben mich sehr gereizt. Es bietet sich hier in Essen die Möglichkeit, ein Zentrum für Energy und Finance aufzubauen und somit Essens Anspruch als Energiehauptstadt zu verfestigen. Der Master Energiewirtschaft und Finanzwirtschaft, so wie wir ihn hier anbieten, wird auch auf europäischer Ebene einzigartig sein. Insbesondere der neu eingerichtete Trading-Room mit seinen Möglichkeiten der praxisnahen Simulation des Energiehandels und dem Zugang zu einem Finanzinformationssystem bietet hervorragende Möglichkeiten in Lehre und Forschung. Wir bieten den Studierenden damit die Möglichkeit praxisrelevantes Wissen im Studium zu erweben und in praxisnahen Tätigkeiten einzusetzen. Über unser Gastwissenschaftlerprogramm werden wir internationale Kooperationen aufbauen und häufig Gastwissenschaftler zu aktuellen Fragestellungen einladen. Solche Kontakte erleichern auch den Studenten mögliche Auslandsaufenthalte, z.B. im Rahmen von Erasmus-Programmen.“

Ziel des Studiums und berufliche Aussichten für die Studierenden:
„Unser Ziel ist es, den Studierenden gängige Techniken und Methoden bereitzustellen, die für die in Unternehmen anfallenden Tätigkeiten relevant sind. Darüber hinaus möchten wir den Studierenden ein fundiertes Basiswissen vermitteln, welches es ermöglicht, sich später neue Techniken schnell und effizient anzueignen.
Die beruflichen Aussichten für erfolgreiche Absolventen unseres Studiengangs sind ausgezeichnet. Es werden im Zuge des Studiums u.a. quantitative Techniken gelehrt, die losgelöst vom Energiebezug auch in verschiedenen anderen Branchen wie z.B. im Bankensektor oder bei Unternehmensberatungen angewendet werden können. Studenten werden somit breit aufgestellt und sind für viele Unternehmen interessant. Das Zusammenspiel mit den klassischen und technischen Lerninhalten, die durch den Lehrstuhl für Energiewirtschaft vermittelt werden, erhöht natürlich primär die Attraktivität der Absolventen für Unternehmen mit direktem Energiebezug, von denen es eine Vielzahl in Essen und Umgebung gibt.“


Die Universität am Campus Essen und der Eindruck der Stadt:
„Der Campus der Universität in Essen spiegelt den Charakter der Zweckbauten der 60 und 70er Jahre wider. Allerdings sind die Lehrbedingungen an der Uni auf einem technisch guten Zustand, z.B. finden sich in fast allen Räumen Beamer Aber neben der äußeren Erscheinung der Uni sollte man erwähnen, dass die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen im Ruhrgebiet überaus angenehm ist. Die gute Atmosphäre in und außerhalb der Uni ist bemerkenswert.
In einem Reiseführer habe ich gelesen, dass Essen-Rüttenscheid oft als ‚das Schwabing des Ruhrgebiets‘ bezeichnet wird. Nach ersten Erkundungstouren durch diesen Stadtteil kann ich das nur bestätigen. Insgesamt bin ich positiv überrascht, wie grün die Stadt Essen im Speziellen und das Ruhrgebiet im Allgemeinen ist. Zudem bin ich davon überzeugt, dass Essen nicht umsonst Kulturhauptstadt 2010 geworden ist. Diese Auszeichnung wird nicht verliehen, wenn man nur ein durchschnittliches Angebot an kulturellen Möglichkeiten bietet. Diesbezüglich habe ich sicherlich noch einiges zu entdecken.“


Ein Tipp für Neuanfänger:
„Neugierde, Fleiß und Ausdauer mitbringen und diese über die Dauer des Studiums auch einbringen – und neben der Fokussierung auf das eigene Fach nicht die vielfältigen Angebote der Unversität, der Stadt und der Region vergessen.“