Prof. Dr. Christoph Weber

Prof. Dr. Weber
Prof. Dr. Weber
  • 1964 in Stuttgart geboren
  • Zuvor Abteilungsleiter am Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) in Stuttgart.
  • Seit dem 1. Oktober 2004 Inhaber des „Lehrstuhls für Energiewirtschaft“ an der Universität Duisburg-Essen, Campus Essen und somit einer der Hauptverantwortlichen für den Master-Studiengang „BWL – Energiewirtschaft und Finanzwirtschaft“.


Warum haben Sie den Ruf zur Uni Essen angenommen?
„Der Lehrstuhl für Energiewirtschaft hatte sich bereits ein sehr gutes Renommee erarbeitet. Dies und die Möglichkeit, in der Energiehauptstadt Essen in der Nähe von großen Energieunternehmen zu lehren und zu forschen, haben die Entscheidung recht einfach gemacht. Es war zudem eine große Herausforderung, von der Ingenieursfakultät in Stuttgart zu einer wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zu wechseln.“

Praxisbezug des Master-Studiengangs und Zukunftschancen:
„Im Vergleich mit anderen typischen betriebswirtschaftlichen Fächern ist der praktische Bezug des Energie-Masters hoch. Diese Praxisorientierung wollen wir vertiefen. So bieten wir ein realitätsnahes Markt- und Unternehmensspiel an, unternehmen in jedem Semester eine Exkursion und führen immer wieder Seminare in Zusammenarbeit mit Unternehmen durch. Hinzu kommen Abschlussarbeiten, die häufig in Kooperation mit verschiedenen Firmen durchgeführt werden. Auch die Essener Energiegespräche, bei denen Studenten und Praktiker vortragen, verknüpfen die Lehre mit der Praxis. Auf der Forschungsseite bearbeiten wir ebenfalls regelmäßig Projekte, die einen direkten Bezug zu aktuellen praktischen Problemen haben. Ein Beispiel ist das Projekt EWIS, die ‚European Wind Integration Study‘, bei der wir die Auswirkungen von mehr Windenergie auf Strommarkt und Netze untersuchen. Dadurch können wir viele aktuelle Aspekte mit in die Vorlesungen einfließen lassen.“

Die Berufschancen schätze ich als gut ein. Das wirtschaftswissenschaftliche Profil des Studiengangs und das ebenfalls vermittelte Basiswissen auf technischer Ebene ist sicherlich ein Wettbewerbsvorteil für unsere Studenten. Durch eine stärkere Internationalisierung wollen wir dies in Zukunft noch weiter erhöhen."

Die Universität am Campus Essen und der Eindruck der Stadt:
„Die Universität kam mir zunächst sehr unübersichtlich vor. Aber die kompakte Bauart hat den Vorteil, dass die Wege innerhalb der Uni sehr kurz sind. Da war ich von Stuttgarter Zeiten anderes gewohnt.

Die Stadt Essen ist auch für einen Süddeutschen überraschend grün. Auch das große Angebot an Kultur habe ich schnell zu schätzen gelernt. Und zwar nicht nur in Essen, sondern auch in den Städten in der Umgebung wie Bochum, Duisburg, Dortmund, Oberhausen, Düsseldorf oder Köln. Besonders beeindruckt hat mich die Industriekultur wie zum Beispiel das Gasometer in Oberhausen, die Zeche Zollverein in Essen oder der Landschaftspark Nord in Duisburg.“

Ein Tipp für Neuanfänger:
„Ein breites Interesse mitbringen und auch die Bereitschaft zeigen, sich über den Vorlesungsstoff hinaus mit dem Thema Energie auseinander zu setzen.“